Osterfestmärzen aus der Gläsernen Museumsbrauerei

Auch in diesem Jahr hat Diplom-Braumeister Sebastian Hacker rechtzeitig vor Ostern das beliebte Osterfestmärzen eingebraut. Aber was zeichnet ein Märzen eigentlich aus?

Früher, als es noch keine Kühlhäuser, geschweige denn Kühlschränke gab, war es äußerst schwer, in warmen Monaten untergäriges Biere zu brauen. Der Grund hierfür liegt an der eingesetzten untergärigen Hefe, die eine Temperatur um 4 – 10°C- benötigt (obergärige Hefe arbeitet bei 18-22°C). Diese niedrige Temperatur konnte im Sommer natürlich nicht gewährleistet werden. Um dennoch in den heißen Monaten Bier genießen zu können, wurden im Frühlingsmonat März die Biere stärker eingebraut und in tiefen, kühlen Felsenkellern gelagert. Daher stammt auch der Name Lagerbier für alle untergärigen Biere. Die zuletzt im März stärker eingebrauten Biere, waren dadurch den Sommer über haltbar und man benannte sie nach dem Monat März – Märzenbier.

Stammwürzegehalt reduziert

Im frühen 18. Jahrhundert, besaß das Märzen einen Stammwürzegehalt von 15 Prozent, also etwas weniger als ein Bockbier. Es galt damals als ein sehr edles Bier. Nach dem 2. Weltkrieg verordnete die Regierung eine Preissenkung, damit auch weniger gut Betuchte sich dieses Bier leisten konnten. Unter der Bedingung, das Märzenbier nur mit einem Stammwürzegehalt von 12 Prozent zu brauen, gingen die Brauereien auf diese Verordnung ein. Die Brauer spezialisierten sich dann jedoch auf andere einfachere und preiswertere Biersorten. Obwohl sich später eine Vielzahl unserer Brauereien der Herstellung des Märzenbieres verschrieben hatten, wurde der Stil des “schwächeren Märzen” bis heute beibehalten.

Heutzutage ist Österreich das “Land des Märzenbieres”. Mehr als die Hälfte des in Österreich gebrauten Bieres ist ein Märzenbier.

Das Osterfestmärzen der Gläsernen Museumsbrauerei

Das Osterfestmärzen, das Diplom-Braumeister Sebastian Hacker im Bayerischen Brauereimuseum in einem aufwändigen Zwei-Maisch-Verfahren, eingebraut hat, präsentiert sich in einer satten, goldgelben Farbe, malzig-weich im Geschmack, mit einer dezenten Hopfenbittere. Das Märzen hat in diesem Jahr eine Stammwürze von 13,5 Prozent und 5,5 Prozent Volumen Alkohol.

Verkaufsstellen unserer Biere

Unser "Ostermärzenbier" erhalten Sie auch bei unseren Verkaufstellen im Kulmbacher Land.